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Gutachten Klartext #4: Wirtschaftliche Realität und Verantwortung

Nachdem wir Ausbildung, Sicherheit und Fortbildung geklärt haben, wird es Zeit, über die wirtschaftlichen Fakten zu sprechen. Das empirische Gutachten zeigt: Heilpraktiker sind nicht nur ein Heilberuf, sondern auch Teil der mittelständischen Wirtschaft. 

 
Quintessenz 1: Heilpraktiker schaffen und erhalten eine flächendeckende Praxisstruktur.
 

  • Für das Jahr 2022 weist das Gutachten rund 47.549 Heilpraktikerpraxen in Deutschland aus.
  • Hochgerechnet verfügten 67.387 Personen über eine allgemeine Heilpraktikererlaubnis.
  • Rund 97 % arbeiten überwiegend selbstständig (Gutachten, S. 75 ff.).
  • Dabei üben rund 60 % der Praktizierenden ihre Tätigkeit überwiegend in Vollzeit aus.

 
Fakt: Heilpraktiker tragen als selbstständige Praxisinhaber unternehmerische Verantwortung, stehen den Patienten vollberuflich zur Verfügung und sichern eine flächendeckende Versorgungsstruktur.
 
 
Quintessenz 2: Heilpraktikerpraxen leisten einen wirtschaftlichen Beitrag.
 

  • Der durchschnittliche Bruttoumsatz einer Praxis mit allgemeiner Heilpraktikererlaubnis beträgt 59.479 Euro pro Jahr (Gutachten, „Einbindung in das Gesundheitswesen einschließlich wirtschaftlicher Faktoren“).
  • Aus diesem Umsatz werden sämtliche Praxis- und Betriebskosten sowie die persönliche soziale Absicherung finanziert.

 
Fakt: Hinter jeder Heilpraktikerpraxis steht ein eigenverantwortlich geführtes Unternehmen.

 

 


Multipliziert man die Zahl der Praxen mit dem durchschnittlichen Jahresumsatz, ergibt sich ein gesamtwirtschaftliches Umsatzvolumen von rund 2,83 Milliarden Euro pro Jahr allein für die Praxen mit allgemeiner Heilpraktikererlaubnis. Zusammengenommen bilden die Praxen damit einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor.

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